9. Kongress Energieautonome Kommunen: Partnernetzwerk fördert Teilnahme von Kommunen und Initiativen

9. Kongress Energieautonome Kommunen: Partnernetzwerk fördert Teilnahme von Kommunen und Initiativen

Wir vom Partnernetzwerk „Klimaneutrale Energiekonzepte“ fördern die Teilnahme von kommunalen Mitarbeiter*innen sowie von ehrenamtlichen Klimaschutzgruppen mit bis zu 100 % Rabatt auf das Kongressticket.

Denn der 9. Kongress Energieautonome Kommunen ist besonders für kommunale Akteure wertvoll und spannend. Über 50 Referent*innen berichten aus der Praxis, wie Gebäude, Areale und Quartiere klimaneutral mit Strom, Wärme und Mobilität versorgt werden können. Neben kurzen Plenarvorträgen bietet der Kongress besonders viel Raum für einen intensiven fachlichen Austausch und für die Vernetzung. Mit allen Referenten können die Teilnehmer*innen in Tischrunden Erfahrungen austauschen sowie Ideen und Lösungen diskutieren.

Bis zu 100 % Rabatt für Kommunen und Ehrenamtliche

Wir vom Partnernetzwerk Klimaneutrale Energiekonzepte möchten diesen wertvollen Austausch aktiv unterstützen. Deshalb bieten wir Kommunen, kommunalen Gesellschaften und ehrenamtlichen Klimaschutzgruppen exklusive Rabatte auf das Kongressticket – mit bis zu 100 % Preisersparnis:

So funktioniert es: 

  1. Schreiben Sie uns eine kurze Mail an info (at) klimaneutrale-energiekonzepte . de mit Ihren Kontaktdaten.
  2. Wir melden uns telefonisch bei Ihnen und sprechen mit Ihnen über Ihre Vorhaben.
  3. Als Dankeschön für Ihre Anfrage erhalten Sie bereits einen Zugang zu den Videoaufzeichnungen aller Vorträge des letztjährigen Kongresses Energieautonome Kommunen im Wert von 99,- EUR.
  4. Nach dem Gespräch melden Sie sich für den Kongress an. Hierfür erhalten Sie dann von uns einen speziellen Anmelde-Code, mit dem Sie sich Ihren Rabatt sichern.
  5. Nach dem Kongress vereinbaren Sie dann innerhalb von 3 Monaten einen Vor-Ort- Termin mit uns. Hierfür erstatten wir Ihnen bereits 50 % des Kongresstickets.
  6. Wenn Sie dann innerhalb von 6 Monaten ein Projekt beauftragen, erstatten wir Ihnen insgesamt 100 % des Kongresstickets.

Klimaschutz braucht kommunale Akteure. Deshalb freuen wir uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit Ihnen und einen spannenden 9. Kongress Energieautonome Kommunen!

Mehr Infos zum 9. Kongress Energieautonome Kommunen auf: www.energieautonome-kommunen.de

Teilnahmebedingungen hier bequem als PDF downloaden: Download Rabatt-EAK20

Webinar: Mit Holzbau schnell und klimaneutral Wohnraum schaffen

Webinar: Mit Holzbau schnell und klimaneutral Wohnraum schaffen

Ein kostenfreies Webinar zeigt, worauf es beim Bauen mit Holz ankommt

Montag, 25. November 2019, 14.00 Uhr – 15.30 Uhr

Es ist leicht, es sorgt für ein gutes Raumklima, es bietet eine natürliche Wärmedämmung, es lässt sich gut und präzise vorfertigen und es ist obendrein klimafreundlich: Holz als Baustoff hat viele Vorteile. Auch mehrgeschossige Gebäude bis hin zu Hochhäusern sind mit modernen Technologien kein Problem. Doch wer mit Holz baut, muss dessen Eigenschaften von Anfang an in der Planung berücksichtigen. Worauf es dabei ankommt, erklären Experten in einem Webinar am 25. November 2019, das im Rahmen des 9. Kongress für Energieautonome Kommunen angeboten wird.

Ein zukunftsweisendes Projekt aus Freiburg: achtgeschossiges Wohn- und Geschäftsbau aus Holz

In Freiburg im Breisgau entsteht gerade ein achtstöckiges Haus komplett aus Holz – von der Fassade über die Dämmung bis zum Aufzugsschacht. Es soll 30 Wohnungen sowie Läden, Cafés und eine Kita beherbergen. Mit rund elf Millionen Euro Investitionskosten ist es nicht teurer als ein konventionelles Gebäude. Doch um die Stärken des Werkstoffes Holz auszuschöpfen, müssen Planer und Architekten von Anfang an anders denken. Während bei einem Haus aus Stein und Beton bis zuletzt noch Details verändert werden können, sind moderne Holzbauten in hohem Maße vorgefertigt. Prozesse müssen daher bereits in der Planung viel präziser bis zum Ende durchdacht werden.

Was Planer und Architekten deshalb bei der Aufgabenteilung und in der rechtlichen Abstimmung mit dem Bauamt beachten sollten, und wie sie Stolpersteine meiden können, erklärt Ihnen der erfahrene Architekt Jochen Weissenrieder im Webinar anhand des Gebäudes in Freiburg. Anschließend beleuchtet Benedikt Ganter, Geschäftsführer DIE HOLZBAUINGENIEURE GmbH, die Besonderheiten des Projektes in Bezug auf die Konstruktion und Statik.

 

Holzbau-Offensive soll Baden-Württemberg lebenswerter machen

Das hohe Maß an Vorfertigung macht den Holzbau in Ballungsgebieten besonders interessant. Denn mit Holz lassen sich in kurzer Zeit nicht nur viele, sondern auch günstige und hochwertige Wohnungen bauen. Das geringe Gewicht ermöglicht auch das Aufstocken von Gebäuden, bei denen dies bisher statisch ausgeschlossen schien. Baden-Württemberg hat deshalb eine mit 17 Millionen Euro ausgestattete Holzbauoffensive ins Leben gerufen.

Zum Programm gehören nicht nur Zuschüsse für konkrete Projekte, sondern insgesamt 13 Innovationspakete: Das Land hat sich zum Beispiel auf die Fahnen geschrieben, bei eigenen Gebäuden vermehrt auf Holz zu setzen. Um Architekten für die Arbeit mit dem neuen alten Werkstoff zu schulen, wurden drei neue Professuren geschaffen. Und auch die Ökobilanzierung und Nachhaltigkeitsstandards beim Bau sollen besser untersucht werden.

„Das Ziel ist es, Baden-Württemberg durch Holzbau lebenswerter zu machen“, sagt Jan Bulmer, der das Programm im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz koordiniert. Er wird im Webinar weitere innovative Projekte aus der Holzbau-Offensive vorstellen und die Fördermöglichkeiten erläutern.

 

Holz wichtiger Baustein für klimaneutrale Kommunen

Mit Blick auf das Ziel der Klimaneutralität spielt Holzbau eine wesentliche Rolle. Daher ist dieses Thema einer der Schwerpunkte des 9. Kongresses Energieautonome Kommunen am 13. und 14. Februar 2020 in Freiburg. Im Praxisforum „Innovative Gebäude in Holz“ werden die Referenten des Webinars über Ihre Erfahrungen aus der Praxis berichten. In den anschließenden Tischrunden beantworten die drei Experten Ihre individuellen Fragen.

Auch der Keynote-Vortrag von Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, widmet sich dem Kernthema Holzbau. Darin berichtet er über innovative Holzbauprojekte und die Förderung im Rahmen der Holzbau-Offensive. Darüber hinaus bietet Ihnen der Kongress einen bunten Strauß an Vorträgen und Diskussionsrunden zu den Themen klimaneutrale Neubaugebiete, klimaneutrale Betriebe und Verwaltungen sowie Kommunikationsmodelle für die Einbindung von Akteuren in den kommunalen Klimaschutz.

Profitieren Sie bis zum 30. November noch von dem Early-Bird-Vorteilspreis. Außerdem erhalten Sie Zugang zu 40 Video-Vorträgen des Kongresses 2019. Geben Sie hierfür den Promotion-Code schaeffler_sinnogy ein.

Bild: 8-geschossiges Wohn- und Geschäftshaus in Holz (Freiburg im Breisgau)
© Weissenrieder Architekten BDA

Neubaugebiet Schlier-Unterankenreute

Neubaugebiet Schlier-Unterankenreute

Für die Gemeinde Schlier, Kreis Ravensburg, hat die Arbeitsgemeinschaft ein klimaneutrales Energie­konzept für das Neubaugebiet „Am Bergle“ im Ortsteil Schlier-Unterankenreute erstellt.

Im Dezember 2018 stellten die Berater die Ergebnisse dem Gemeinderat vor, inkl. einem Varianten­vergleich von verschiedenen Versorgungsoptionen. Die Variante mit Nahwärmenetz und BAFA-Förderung war demnach am wirtschaftlichsten.

Der Gemeinderat votierte anschließend einstimmig für eine Ausschreibung der Quartierslösung mit einer Förderung durch das Programm BAFA-Wärmenetze 4.0. 

Im Januar 2020 stimmte der Gemeinderat dann einstimmig für die Umsetzung des Quartierskonzept mit einer Förderung durch das BAFA-Programm Wärmenetze 4.0. 

  • Den Bebauungsplan zum Baugebiet „Am Bergle“ finden Sie hier.
  • Informationen zum Baugebiet, die Bauplatzvergabekriterien und Informationen zum Energiekonzept finden sie hier.
  • Unser Presseartikel kann hier abgerufen werden.
  • In der Ausgabe vom 27.02.2020 der Schwäbischen Zeitung erschien außerdem folgender Artikel.
Klimaneutraler Stadtteil Freiburg-Dietenbach

Klimaneutraler Stadtteil Freiburg-Dietenbach

Im Rahmen des Städtebaulichen Wettbewerbs der Stadt Freiburg 2018 hat die Bietergemeinschaft ein Energiekonzept für den neuen Stadtteil Freiburg-Dietenbach erstellt.

Klimaneutrale Plusenergie ohne Verbrennung

Das Energiekonzept für den neuen Stadtteil Dietenbach

Das Energiekonzept realisiert die Vision einer klimaneutralen Stadtteilversorgung, die örtlich mehr Energie erzeugt als seine Bewohner verbrauchen und vollständig auf Verbrennungstechnologien verzichtet. Gleichzeitig bietet das Konzept die Chance für eine flexible und sehr kostenstabile Energieversorgung, da praktisch alle benötigte Energien vor Ort aus der Umwelt gewonnen und zellulär genutzt werden.

Zellulär bedeutet, dass jede „Zelle“ sich möglichst eigenverantwortlich mit Energie versorgt und nur Überschüsse und Restenergiebedarfe mit übergeordneten Zellen austauscht. Für Dietenbach heißt dies, dass die Bewohner eines Gebäudes (Zellebene 1 – Gebäude) zunächst möglichst viel Energie auf ihren eigenen Flächen erzeugen, verbrauchen und speichern. Hierfür werden photovoltaisch-thermische Hybridanlagen (PVT) auf Dächern und auf Fassaden montiert, die gleich­zeitig Strom und Wärme erzeugen. Integrierte Dach- und Fassadenbegründungen optimieren deren Effizienz und tragen durch Verdunstungskühlung, Regenwasserrückhaltung und Feinstaubbindung zu einem gesunden Stadtklima bei.

Die sommerlichen Wärmeüber­schüsse werden unter den Gebäuden in saisonalen Erdwärmespeichern (EWS) oder im Innenhof der Baufelder in Erdwärmekollektoren (EWK) für den Winter gespeichert (Zellebene 2 – Baufeld). Hierfür sind lediglich rund 20 % der bebauten Fläche bzw. rund 20 % der Innenhofflächen erforderlich. Die Sonnenwärme wird bei größeren Gebäuden von zentralen Wärmepumpen genutzt, die hieraus Heizwasser (27-35°C) erzeugen und an die Wohnein­heiten (WE) des Gebäudes oder des Baufelds liefern. Ist zu wenig Sonnenwärme verfügbar, wird kalte Nahwärme (5-17°C) aus einer zentralen Ringleitung entnommen. In den Wohnungen wird das Heizwasser dann von kompakten Warmwasserwärme­pumpen genutzt, um bedarfsgerecht Warm­wasser (55-60°C) bereitzu­stellen. Bei kleinen Gebäuden wird das Heiz- und Warmwasser durch eine Wärme­pumpe gemeinsam bereitgestellt. Die Raumheizung erfolgt über Fußbodenheizungen oder Klimadecken. Klima­decken können im Sommer das Wasser der kalten Nahwärme direkt zur Kühlung nutzen. Ohne Mehrkosten können damit auch die Wohnbereiche im Sommer gekühlt werden – ein wesentlicher Vorteil angesichts der zunehmenden Klimaüberhitzung. Der Kältebedarf der Gewerbegebäude wird entweder direkt über die kalte Nahwärme oder über reversible Wärmepumpen bereitgestellt.

Die zentrale Ringleitung verbindet alle Baufelder des Stadtteils (Zellebene 4 – Stadtteil) und gleicht deren Wärme- und Kühlbedarfe aus. In die Ringleitung werden auch weitere Wärmequellen eingebunden, die eine sichere und flexible Wärmeversorgung gewährleisten. Hierzu zählen die PVT-Anlage der Lärmschutzwand, der Abwasserhauptleiter sowie 15 Grundwasserbrunnen. Die Brunnen bieten aufgrund der hydrologischen Eigenschaften vor Ort ein voraussichtlich höher nutzbares Wärmepotential als Erdsonden, daher wird auf Erdsonden verzichtet. Das Quellwasser von jeweils 3 Brunnen wird einer Quartiersgarage zugeführt und die Wärme über einen Wärmetauscher entzogen und in die Ringleitung eingespeist.

Für die zelluäre Stromversorgung werden die Stromüberschüsse der PVT-Anlagen zunächst vor Ort in den Gebäuden soweit möglich in Batteriespeichern zwischengespeichert. Die Stromnetze von jeweils rund 3 bis 5 Baufeldern werden dann in jeweils einer Quartiersgarage zusammengeführt (Zellebene 3 – Quartier). In der Quartiersgarage können dann die Erzeugungsschwankungen der PV-Anlagen sowie die Lastschwankungen der Wärmepumpen und der E-Ladestationen der Garagen intelligent gesteuert und mit Hilfe eines hochflexiblen elektrischen Leistungsspeichers sowie einer optionalen Power-2-Heat-Anlage soweit möglich geglättet werden. Im intelligent gesteuerten Verbund bieten die Anlagen auch Flexibilitätsdienstleistungen an Strommärkten an und beziehen z.B. Strom bei negativen Börsenpreisen.

Mit dem zellulären Konzept kann sich der neue Stadtteil Dietenbach bilanziell vollständig selber versorgen. Die PV-Anlagen erzeugen mehr Strom als verbraucht wird. Die vor Ort verfügbare Sonnenwärme, Erdwärme und Abwärme können sogar ein Vielfaches des Wärmebedarfs decken. Damit wird eine klimaneutrale „Plus-Energieversorgung“ ohne Verbrennungstechnologien für einen ganzen Stadtteil möglich. Das Energiekonzept bietet damit die Chance, Dietenbach als ein internationales Leuchtturmprojekt zu realisieren und gleichzeitig den künftigen Bewohner eine günstige, flexible und langfristig sehr kostenstabile Energieversorgung zu bieten.